Black Tea Beginnings. Part 1: From Field to Factory

Die Anfänge des schwarzen Tees. Teil 1: Vom Feld zur Fabrik

Die besten Tees zu ernten und in alle Welt zu vertreiben, ist eine recht aufwendige Aufgabe. Doch wer macht was und warum? Heute werfen wir einen Blick auf die Aufgaben, die einen Arbeitstag in einer typischen indischen Teeplantage ausmachen, und auf die Menschen, die man dort antrifft.

Früher Beginn

Um 6.00 Uhr morgens ist die Sonne bereits aufgegangen und mit ihr der „Burra Sahib“ – der Manager des Teegutes, der darauf wartet, dass seine Assistenten zu ihm stoßen, um die Logistik für die heutige Blätterernte zu planen. Um 7.00 Uhr ertönt das Signalhorn, und in der Ferne sieht man die Teepflückerinnen, die Körbe, sogenannte „Dokos“, auf dem Rücken tragen und eilig zu den Teefeldern laufen. Teeblätter sind empfindlich und müssen sehr behutsam behandelt werden; seit Jahrzehnten gelten nur Frauen als fähig, die Blätter mit der nötigen Sorgfalt zu pflücken. Am Eingang stehen die „Sirdars“ – die Aufseher, die jeden Morgen jeder Pflückerin einen bestimmten Abschnitt zuweisen. Für die beste Qualität sollten die Blätter in jedem dieser nummerierten Abschnitte in einem Abstand von 6 Tagen oder mehr gepflückt werden; die dazwischen liegende Zeit wird als „Round Days“ bezeichnet. Einen 6-Tage-Rhythmus einzuhalten ist leichter gesagt als getan und erfordert eine Kombination aus planerischem Management sowie dem Geschick und der harten Arbeit der Pflückerinnen.

Abwägen

Gegen 9.00 Uhr sind die „Field Mohurer Babus“ (die für die Aufzeichnungen zuständigen Büroangestellten) mit ihren Waagen an den verschiedenen Pflückabschnitten eingetroffen. Jede Pflückerin bringt ihre gesammelten Blätter und übergibt sie dem Mohurer Babu, der die Blätter wiegt und das Gewicht unter dem Namen der jeweiligen Pflückerin notiert. Dieser Vorgang findet bis zu dreimal täglich statt. Die gesammelten Blätter werden dann auf ein Fahrzeug verladen, das sie zur Weiterverarbeitung in die Teefabrik bringt.

Einen kühlen Kopf bewahren

Sobald die Blätter gepflückt sind, beginnt in ihrem Inneren der Abbau von Enzymen, und sie neigen dazu, warm zu werden. Es ist zwingend erforderlich, dass die Blätter kühl gehalten werden, indem sie locker in die Pflücksäcke gegeben werden, die für den Transport der gesammelten Blätter vom Feld zur Fabrik verwendet werden. Das Team muss sicherstellen, dass die Blätter so schnell wie möglich in der Fabrik ankommen, denn je länger es dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Blatt verdirbt. Sobald die Blätter im Betrieb angekommen sind, werden die nächsten Schritte vom „Head Tea Babu“ geplant, einem in der Teeproduktion erfahrenen Handwerksmeister.